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LEO AMICI |
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Die Associazione Dare fährt fort, ihre Aufgabe im Glauben zu erfüllen und unterstreicht 1993 in einem Dokument, das an die Diozöse geschickt wurde, dass sie zu den großen Wahrheiten des katholischen Glaubens steht. "Wer den Glauben hat, für den gib es keinen Tod, vielmehr ist dieser Tag wie die Abreise in die Flitterwochen, an dem man seiner großen Liebe entgegen geht und man die Schwelle zum wahren Leben übertritt. Und man ist bereit für eine lange Reise." Einmal sah ich ihn müde, und sagte zu ihm: "Das Gewicht eines weiteren Tages lastet auf Deinen Schultern!" doch er sagte, in dem sich seine Gesichtszüge zu entspannen schienen: "Ein Tag weniger bis zum wahren Leben, Carlo!" Auf dem Sterbebett versprach ihm Maria, sich um all die Menschen, die nun ohne ihn zurechtkommen müssen, zu kümmern und sein Projekt zu Ende zu führen. Carlo tat es ihr gleich. Leo Amici 7.10.1923 - 16.04.1986 Viele Jahre sind vergangen, seit dem Du uns verlassen hast.
Vor meinem inneren Auge sehe ich noch den Himmel diesen Tages. Der
Sonnenuntergang hatte gerade begonnen. Die Wolken, zahlreich und
zerstreut über den ganzen Himmel, zeichneten ihre Linien und
vermittelten mit ihrer rosa Farbe einen majestätischen Eindruck.
Autos fuhren wie jeden Tag auf der Landstraße, doch hörte
man die Motoren nicht. Die Geräusche und Bilder schienen von
"etwas" eingehüllt worden zu sein, das diesen Moment für
immer eingefroren hat, auch in mir. Wenn ich Dir heute begegnen würde?
Ich würde Dich umarmen, an mich drücken und fest ins Auge
fassen, so wie ich es auch zu Lebzeiten getan habe. Es bräuchte
keine Worte, aber ich würde trotzdem reden, nur aus der Freude
heraus, bei dir sein zu können, und um keines der Geschenke Gottes
unerwähnt zu lassen... Carlo Tedeschi Es war im April 1984: viele von uns waren an diesem Tag um den kleinen Kamin versammelt. Als es einen Moment still war, sprach Maria ein Thema gegenüber dem Meister an, und alle rückten zusammen, um vielleicht etwas nützliches für das eigene Wachstum zu hören. Sie sagte, wie wichtig es sei, dem Nächsten die Wahrheit zu vermitteln und das das nur möglich sei, wenn man von allen netagiven Punkten befreit ist, frei von jeder persönlichen Reaktion, die das Verhalten des Nächsten in uns provozieren könnte. Wichtig ist allein, wahrhaftig zu sein und Fakten sprechen zu lassen, einfach und verständlich. Dies gelte auch, wenn man auf Fragen nach Leo Amici antwortet, auch wenn sie von bösen Zungen gestellt würden. Es ist nicht notwendig, zu verteidigen, denn die Wahrheit braucht nur ausgesprochen zu werden, dann verteidigt sie sich von selbst. Da steht der Meister auf und entfernt sich von der Gruppe und wir schauen ihm erstaunt zu. Nachdem er einige Schritte gegangen war, kehrt er zurück. Er schien ein anderer zu sein, gerade so, als ob er zum ersten Mal her wäre. Er schaut auf seinen leeren Stuhl, wendet sich Maria zu und fragt: "Wo ist der Meister?" Maria versucht, zu verstehen, was vorging und ließ sich auf das Spiel ein: "Er ist nicht da" sagte sie zögerlich, da antwortet er mich lauter Stimme: "Dann schreiben wir also das Jahr 1986". Wir spürten alle einen Moment der Bestürzung, fassten uns aber schnell wieder. Dann wurde Stefania aufgefordert, dieser neuen Person, die er interpretierte, von Leo Amici zu erzählen. Wenn ich jetzt, zwei Jahre nach seinem Tod, diese Seiten in meinem Tagebuch lese, kommen die Erinnerungen an die nie vergessene Bestürzung von damals wieder hoch. Giuseppino Amaducci Nach Jahren des Reisens zu Leo Amici, entschieden mein Mann und ich uns im März 1984 von der Schweiz nach Monte Colombo umzuziehen, um ihm so näher sein zu können. Als wir es ihm sagten, kümmerte er sich sofort um ein Haus und eine Arbeitsstelle, es sagte jedoch auch: "Auf diese Weise können wir noch etwas Zeit zusammen verbringen, denn bald werde ich gehen". Ich habe mich damals nicht groß and diesen Worten aufgehalten, denn ich dachte an eine weitere seiner langen Reisen. Nur ein Jahr später, 1985 also, hatten wir den Umzug bewältigt. So konnten wir bis zu seinem Tode 1986 bei ihm sein. Teresa Licari
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